Autologe Fetttransplantation – Eigenfett als natürliches Füllmaterial in der plastischen Chirurgie

Auch bekannt als: Eigenfetttransfer, Lipofilling, Fat Grafting, Fettgewebstransplantation

Kurz erklärt

Die autologe Fetttransplantation bezeichnet die Übertragung von körpereigenem Fettgewebe von einer Körperregion in eine andere. In der ästhetisch-plastischen Chirurgie wird sie häufig auch als Eigenfetttransfer, Lipofilling, Fat Grafting oder Fettgewebstransplantation bezeichnet.

Dabei wird Fett zunächst durch eine schonende Fettabsaugung gewonnen, anschließend aufbereitet und danach gezielt in eine andere Körperregion eingebracht. Ziel ist es, Volumen aufzubauen, Konturen zu verbessern, Übergänge weicher zu gestalten oder Gewebedefekte auszugleichen.

Besonders bekannt ist die Methode bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett">Brustvergrößerung mit Eigenfett, beim Brazilian Butt Lift, bei der Gesichtsverjüngung, bei Narbenkorrekturen und als ergänzende Technik bei Brustimplantaten. Die American Society of Plastic Surgeons beschreibt die Brustvergrößerung mit Eigenfett als Methode, bei der Fett per Liposuktion aus anderen Körperbereichen entnommen und zur Brustvergrößerung injiziert wird.

Was bedeutet autologe Fetttransplantation?

Autolog bedeutet: aus dem eigenen Körper stammend.

Bei der autologen Fetttransplantation wird also kein künstlicher Filler, kein Implantat und kein Fremdmaterial verwendet, sondern körpereigenes Fettgewebe.

Das Prinzip besteht aus drei Schritten:

  1. Entnahme des Fettgewebes durch Fettabsaugung
  2. Aufbereitung des gewonnenen Fettes
  3. Injektion des Fettgewebes in die gewünschte Zielregion

Ein Teil der übertragenen Fettzellen kann am neuen Ort einheilen. Ein anderer Teil wird vom Körper wieder abgebaut. Deshalb muss bei der Planung berücksichtigt werden, dass nicht das gesamte transplantierte Fett dauerhaft erhalten bleibt.

Woher wird das Fett entnommen?

Das Fett wird aus sogenannten Spenderarealen gewonnen. Geeignet sind Körperregionen, an denen ausreichend Fettgewebe vorhanden ist.

Typische Entnahmeregionen sind:

  • Bauch
  • Taille
  • Hüfte
  • Flanken
  • Oberschenkel
  • Knieinnenseiten
  • Rücken
  • Oberarme

Die Entnahme erfolgt meist mit feinen Kanülen. Dabei kann gleichzeitig die Kontur der Spenderregion verbessert werden. Genau dieser doppelte Effekt macht den Eigenfetttransfer für viele Patientinnen und Patienten interessant: Eine Region wird verschlankt, eine andere wird aufgebaut.

Wo kann Eigenfett eingesetzt werden?

Die autologe Fetttransplantation wird in vielen Bereichen der plastisch-ästhetischen Chirurgie eingesetzt.

Typische Anwendungsgebiete sind:

  • Brustvergrößerung mit Eigenfett
  • Korrektur kleiner Brustasymmetrien
  • Ergänzung bei Brustimplantaten
  • Abdeckung sichtbarer Implantatränder
  • Dekolleté-Aufbau
  • Gesichtsverjüngung
  • Wangenaufbau
  • Schläfenauffüllung
  • Lippen- und Kinnkonturierung in ausgewählten Fällen
  • Gesäßvergrößerung
  • Konturverbesserung nach Fettabsaugung
  • Narbenkorrektur
  • Korrektur von Dellen oder Gewebedefekten
  • rekonstruktive Korrekturen nach Operationen oder Verletzungen

Die ASPS nennt Fat Grafting unter anderem für Brustaugmentation und zur Korrektur von Defekten nach medizinischen Erkrankungen oder früheren Operationen.

Warum wird Eigenfett in der ästhetischen Chirurgie verwendet?

Eigenfett besitzt mehrere Vorteile:

  • körpereigenes Material
  • natürliche Haptik
  • weiche Übergänge
  • keine Implantathülle
  • keine klassische Implantatwechsel-Thematik
  • gleichzeitige Konturverbesserung an der Entnahmestelle
  • vielseitig einsetzbar
  • geeignet für dezente Volumenaufbauten
  • gute Ergänzung zu anderen Operationen

Gerade dort, wo nicht nur Volumen, sondern auch eine weiche, natürliche Kontur gewünscht wird, kann Eigenfett sehr sinnvoll sein.

Wie läuft eine Eigenfetttransplantation ab?

  1. Beratung und PlanungVor dem Eingriff wird geprüft:
    • ob ausreichend Fettgewebe vorhanden ist
    • welche Spenderregion geeignet ist
    • wie viel Volumen realistisch aufgebaut werden kann
    • welche Zielregion behandelt werden soll
    • ob eine oder mehrere Sitzungen notwendig sein könnten
    • ob Vorerkrankungen oder Risikofaktoren bestehen
    • ob eine Kombination mit anderen Eingriffen sinnvoll ist

    Gerade bei Brustbehandlungen ist wichtig, vorab realistische Erwartungen zu besprechen. Eigenfett kann eine natürliche Volumenverbesserung ermöglichen, ersetzt aber nicht in jedem Fall ein Implantat.

  2. FettabsaugungDas Fett wird durch eine schonende Liposuktion gewonnen.Dabei werden feine Kanülen verwendet, um das Fettgewebe möglichst gewebeschonend zu entnehmen. Ziel ist nicht nur eine schöne Kontur an der Entnahmestelle, sondern auch eine möglichst gute Qualität des gewonnenen Fettgewebes.
  3. Aufbereitung des FettgewebesNach der Entnahme wird das Fett aufbereitet. Dabei werden unerwünschte Bestandteile wie Flüssigkeit, Blutreste oder Ölanteile reduziert.Je nach Technik erfolgt die Aufbereitung durch:
    • Dekantieren
    • Filtration
    • Zentrifugation
    • spezielle geschlossene Aufbereitungssysteme

    Das Ziel ist, möglichst vitales und transplantierbares Fettgewebe zu gewinnen.

  4. Injektion in die ZielregionDas aufbereitete Fett wird anschließend mit feinen Kanülen in kleinen Mengen eingebracht.Wichtig ist dabei die Verteilung in vielen kleinen Depots. So kann das Fett besser Anschluss an die Durchblutung finden. Wird zu viel Fett auf einmal in ein Areal eingebracht, steigt das Risiko, dass Fettzellen nicht ausreichend versorgt werden und wieder abgebaut werden.
  5. Einheilung und VolumenstabilisierungNach der Transplantation braucht das Gewebe Zeit, um einzuheilen.Ein Teil des Fettes bleibt langfristig erhalten. Ein anderer Teil wird vom Körper abgebaut. Deshalb zeigt sich das endgültige Ergebnis meist erst nach einigen Monaten.

    Wie viel Fett dauerhaft einheilt, hängt unter anderem ab von:

    • Technik
    • Durchblutung der Zielregion
    • Fettqualität
    • Menge des eingebrachten Fettes
    • Nikotinkonsum
    • Heilungsverlauf
    • Gewichtsstabilität
    • individueller Stoffwechselreaktion

Autologe Fetttransplantation an der Brust

Brustvergrößerung mit Eigenfett

Bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett wird Fett aus anderen Körperregionen abgesaugt und in die Brust eingebracht. Diese Methode eignet sich besonders für Patientinnen, die eine moderate, natürliche Volumenvergrößerung wünschen und kein Implantat möchten.

Typische Ziele sind:

  • dezente Brustvergrößerung
  • natürlicheres Dekolleté
  • Ausgleich leichter Asymmetrien
  • weichere Übergänge
  • Verbesserung nach Implantatentfernung
  • Ergänzung bei dünner Gewebeabdeckung
  • Korrektur kleiner Dellen oder Konturunregelmäßigkeiten

Eine sehr starke Vergrößerung lässt sich mit Eigenfett allein meist nicht zuverlässig erreichen. Für größere Volumenziele sind Implantate häufig besser planbar.

Eigenfett zusätzlich zu Brustimplantaten

Eigenfett kann auch mit Brustimplantaten kombiniert werden.

Diese Kombination wird häufig genutzt, um:

  • Implantatränder weicher zu kaschieren
  • Rippling zu reduzieren
  • das Dekolleté natürlicher zu gestalten
  • Asymmetrien auszugleichen
  • dünnes Gewebe zu verbessern
  • den Übergang zwischen Implantat und Brustgewebe harmonischer zu machen

Gerade bei schlanken Patientinnen mit wenig eigenem Brustgewebe kann Eigenfett eine wichtige Ergänzung sein.

Eigenfett nach Implantatentfernung

Nach der Entfernung von Brustimplantaten kann Eigenfett helfen, verlorenes Volumen teilweise auszugleichen.

Dabei muss realistisch geplant werden:

  • Wie viel eigenes Brustgewebe ist vorhanden?
  • Wie stark wurde die Haut durch Implantate gedehnt?
  • Ist zusätzlich eine Bruststraffung notwendig?
  • Gibt es ausreichend Fettreserven?
  • Reicht eine Sitzung oder sind mehrere Behandlungen sinnvoll?

Wenn die Brust nach der Explantation stark erschlafft oder leer wirkt, ist oft eine Kombination mit einer Straffung erforderlich.

Autologe Fetttransplantation im Gesicht

Im Gesicht wird Eigenfett eingesetzt, um Volumenverluste auszugleichen und Konturen weicher zu gestalten.

Typische Regionen sind:

  • Wangen
  • Schläfen
  • Tränenrinne in ausgewählten Fällen
  • Nasolabialfalten
  • Kinnlinie
  • Lippenregion
  • Unterkieferkontur

Mit zunehmendem Alter verliert das Gesicht nicht nur Hautelastizität, sondern auch Fettvolumen. Eigenfett kann helfen, diese Volumenverluste natürlicher auszugleichen als ein rein straffender Eingriff.

Bei sehr feinen Regionen ist jedoch viel Erfahrung notwendig, weil ungleichmäßige Ergebnisse oder Überkorrekturen sichtbar sein können.

Autologe Fetttransplantation am Gesäß

Beim Gesäßaufbau mit Eigenfett wird Fett aus anderen Körperregionen entnommen und zur Konturverbesserung des Gesäßes eingesetzt.

Bekannt ist diese Methode als:

  • Brazilian Butt Lift
  • BBL
  • Gesäßvergrößerung mit Eigenfett
  • Gluteales Lipofilling

Ziel ist nicht nur mehr Volumen, sondern vor allem eine harmonischere Silhouette durch Kombination aus Fettabsaugung und Fetttransfer.

Wichtig: Beim Gesäßtransfer gelten besondere Sicherheitsanforderungen. Fett darf nicht in gefährliche Gewebeschichten eingebracht werden. Die Behandlung gehört daher ausschließlich in erfahrene chirurgische Hände.

Eigenfett bei Narben und Konturunregelmäßigkeiten

Eigenfett kann auch eingesetzt werden, um Narben, Dellen oder unregelmäßige Konturen zu verbessern.

Mögliche Einsatzgebiete sind:

  • eingezogene Narben
  • Dellen nach Fettabsaugung
  • Unebenheiten nach Operationen
  • Gewebedefekte nach Verletzungen
  • Volumendefizite nach früheren Eingriffen

Neben dem Volumeneffekt wird in der plastischen Chirurgie auch über eine mögliche Verbesserung der Gewebequalität durch Fetttransplantation diskutiert. Der wichtigste ästhetische Nutzen bleibt jedoch die Kontur- und Volumenverbesserung.

Für wen ist eine autologe Fetttransplantation geeignet?

Geeignet kann die Methode sein für Patientinnen und Patienten, die:

  • eine natürliche Volumenverbesserung wünschen
  • kein Implantat möchten
  • ausreichend Fettreserven haben
  • moderate Volumenziele verfolgen
  • kleinere Asymmetrien ausgleichen möchten
  • Implantatränder kaschieren wollen
  • nach einer Fettabsaugung Konturen verbessern möchten
  • realistische Erwartungen haben

Besonders wichtig ist eine stabile Gewichtssituation. Starke Gewichtsschwankungen können das Ergebnis verändern.

Für wen ist die Methode weniger geeignet?

Weniger geeignet kann Eigenfett sein bei:

  • sehr schlanken Personen ohne ausreichende Fettreserven
  • Wunsch nach sehr großer Volumenzunahme
  • stark erschlaffter Haut ohne Straffung
  • unrealistischen Erwartungen
  • aktiven Infektionen
  • starker Nikotinbelastung
  • ungeklärten Brustbefunden
  • bestimmten Risikokonstellationen

Die ASPS empfiehlt bei Fetttransfer zur Brust besondere Vorsicht bei Patientinnen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko, etwa BRCA-Mutationen oder persönlicher beziehungsweise familiärer Brustkrebsvorgeschichte.

Wie dauerhaft ist eine Eigenfetttransplantation?

Das Ergebnis ist teilweise dauerhaft.

Die Fettzellen, die einheilen und eine stabile Blutversorgung erhalten, können langfristig bestehen bleiben. Nicht eingeheilte Fettanteile werden dagegen abgebaut.

Deshalb ist es normal, dass das Volumen in den ersten Wochen und Monaten etwas zurückgeht.

Wichtig ist: Das transplantierte Fett verhält sich später wie anderes Körperfett. Bei Gewichtszunahme kann es größer werden, bei Gewichtsabnahme kann es schrumpfen.

Braucht man mehrere Sitzungen?

Das ist möglich.

Eine zweite Sitzung kann sinnvoll sein, wenn:

  • mehr Volumen gewünscht wird
  • viel Fett abgebaut wurde
  • Asymmetrien nachkorrigiert werden sollen
  • die Zielregion nur begrenzt Fett aufnehmen konnte
  • ein besonders feines Ergebnis angestrebt wird

Gerade bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett sind mehrere Sitzungen nicht ungewöhnlich, wenn ein deutlich sichtbarer Volumenaufbau gewünscht wird.

Welche Vorteile hat Eigenfett gegenüber Implantaten?

  • keine Implantathülle
  • kein Implantatwechsel
  • natürliche Haptik
  • natürliche Übergänge
  • körpereigenes Material
  • gleichzeitige Fettabsaugung
  • gute Möglichkeit für Feinkorrekturen
  • keine Kapselfibrose wie bei Implantaten

Gleichzeitig hat Eigenfett Grenzen. Das Volumen ist weniger exakt planbar als bei einem Implantat, und eine starke Vergrößerung ist meist nur begrenzt möglich.

Welche Nachteile hat Eigenfett?

Mögliche Nachteile sind:

  • nicht das gesamte Fett heilt ein
  • Ergebnis weniger exakt planbar
  • Volumenaufbau begrenzt
  • mehrere Sitzungen möglich
  • ausreichende Fettreserven notwendig
  • Schwellung an Spender- und Empfängerregion
  • mögliche Dellen an Entnahmestellen
  • mögliche Verkalkungen oder Ölzysten
  • Gewichtsschwankungen beeinflussen das Ergebnis

Eine aktuelle Meta-Analyse zu autologem Fetttransfer im Bereich Brustrekonstruktion und Brustaugmentation beschreibt typische fetttransferbezogene Komplikationen wie Ölzysten und Fettnekrosen.

Welche Risiken bestehen?

Wie jeder operative Eingriff hat auch eine autologe Fetttransplantation Risiken.

Mögliche Risiken sind:

  • Nachblutung
  • Hämatom
  • Infektion
  • Schwellung
  • Blutergüsse
  • Dellen an der Entnahmestelle
  • Asymmetrien
  • ungleichmäßige Fettverteilung
  • Fettnekrosen
  • Ölzysten
  • Verkalkungen
  • Sensibilitätsveränderungen
  • unzureichende Volumenzunahme
  • Überkorrektur
  • Korrekturoperation
  • allgemeine Narkoserisiken

Bei der Brust kann es nach Eigenfetttransplantation zu Veränderungen kommen, die in der Bildgebung beurteilt werden müssen. Deshalb sind eine sorgfältige Indikationsstellung und regelmäßige Vorsorge wichtig.

Beeinflusst Eigenfett die Brustkrebsvorsorge?

Nach einer Fetttransplantation können in der Brust Veränderungen wie Ölzysten, Verkalkungen oder Fettnekrosen entstehen. Diese sind meist gutartig, können aber bei bildgebenden Untersuchungen auffallen.

Deshalb ist es wichtig, Radiologinnen und Radiologen über eine frühere Eigenfettbehandlung zu informieren.

Moderne Brustdiagnostik kann solche Veränderungen in der Regel einordnen, dennoch sollte die Behandlung bei unklaren Brustbefunden oder erhöhtem Risiko besonders sorgfältig abgewogen werden.

Heilungsverlauf nach Eigenfetttransplantation

Nach dem Eingriff bestehen meist zwei Heilungsbereiche:

  • Entnahmeregion durch Fettabsaugung
  • Empfängerregion durch Fettinjektion

Typisch sind:

  • Schwellung
  • Blutergüsse
  • Spannungsgefühl
  • Druckempfindlichkeit
  • vorübergehende Taubheit
  • leichte Verhärtungen
  • Flüssigkeitseinlagerungen

An den abgesaugten Regionen wird häufig Kompression getragen. Die Empfängerregion sollte dagegen nicht zu stark komprimiert werden, damit die Einheilung des Fettes nicht gestört wird.

Sport, Sauna, schweres Heben und starke Belastung sollten erst nach ärztlicher Freigabe wieder aufgenommen werden.

Worauf sollte man nach der Behandlung achten?

Nach einer Eigenfetttransplantation sind meist wichtig:

  • Kompressionskleidung an den abgesaugten Arealen
  • Schonung in der frühen Heilungsphase
  • kein Druck auf die behandelte Empfängerregion
  • Gewicht möglichst stabil halten
  • nicht rauchen
  • ausreichend trinken
  • Nachkontrollen wahrnehmen
  • Geduld bis zum endgültigen Ergebnis

Das Ergebnis kann sich über mehrere Monate verändern.

Autologe Fetttransplantation oder Hyaluron?

Eigenfett und Hyaluron sind nicht dasselbe.

Eigenfett

  • körpereigenes Gewebe
  • operativer Eingriff
  • Fettabsaugung notwendig
  • Teil des Ergebnisses langfristig
  • für größere Regionen geeignet
  • natürlicher Volumeneffekt

Hyaluron

  • injizierbarer Filler
  • keine Fettabsaugung nötig
  • wird vom Körper abgebaut
  • eher für kleinere Regionen
  • nicht für jede Körperregion geeignet
  • Wiederholungsbehandlungen notwendig

Für größere Volumenaufbauten an Brust oder Gesäß ist Hyaluron in der seriösen plastischen Chirurgie keine gleichwertige Alternative zur Eigenfetttransplantation.

Häufige Fragen zur autologen Fetttransplantation

Ist Eigenfett dauerhaft?

Teilweise ja. Die eingeheilten Fettzellen können langfristig bestehen bleiben. Ein Teil des Fettes wird aber in den ersten Monaten wieder abgebaut.

Wie viel Fett bleibt erhalten?

Das ist individuell unterschiedlich und hängt von Technik, Gewebe, Durchblutung, Nachsorge und Lebensstil ab. Eine exakte Prozentzahl lässt sich seriös nicht garantieren.

Kann man mit Eigenfett eine Körbchengröße gewinnen?

Das kann in manchen Fällen möglich sein, hängt aber stark von Ausgangslage, Fettreserven und Einheilung ab. Für größere Vergrößerungen sind Implantate meist besser planbar.

Ist Eigenfett natürlicher als ein Implantat?

In Haptik und Übergängen wirkt Eigenfett oft sehr natürlich, weil es körpereigenes Gewebe ist. Dafür ist das Volumen weniger exakt planbar.

Kann Eigenfett bei Rippling helfen?

Ja, Eigenfett kann bei sichtbaren Implantaträndern oder Rippling eingesetzt werden, um die Gewebedeckung zu verbessern.

Kann jeder Eigenfett bekommen?

Nein. Es müssen ausreichend Fettreserven vorhanden sein, und die Zielregion muss für den Transfer geeignet sein.

Ist eine Eigenfetttransplantation eine Fettabsaugung?

Sie beinhaltet eine Fettabsaugung, ist aber mehr als das. Entscheidend ist zusätzlich die Aufbereitung und gezielte Transplantation des Fettgewebes.

Kann Eigenfett wieder verschwinden?

Der nicht eingeheilte Anteil wird abgebaut. Auch spätere Gewichtsabnahme kann das verbleibende Fettvolumen reduzieren.

Für viele ästhetische Korrekturen ist Eigenfett deshalb keine Alternative „zweiter Klasse“, sondern eine sehr elegante Ergänzung – besonders bei Implantaträndern, Asymmetrien, leeren Konturen oder natürlichen Volumenwünschen.

Quellen

  • American Society of Plastic Surgeons: Fat Transfer Breast Augmentation.
  • American Society of Plastic Surgeons: Fat Transfer Breast Augmentation Risks and Safety.
  • American Society of Plastic Surgeons: Fat Transfer/Fat Graft and Fat Injection Guiding Principles.
  • PubMed: Outcomes and Complications of Autologous Fat Transfer for Total Breast Reconstruction and Augmentation: Systematic Review and Meta-analysis of Randomized Controlled Trials.
  • Cleveland Clinic: Fat Transfer Breast Augmentation: Procedure, Results & Risks.