Austausch von Brustimplantaten – Gründe, Ablauf und Möglichkeiten eines Implantatwechsels

Auch bekannt als: Implantatwechsel, Brustimplantat-Revision, Wechsel von Brustimplantaten

Kurz erklärt

Beim Austausch von Brustimplantaten, auch Implantatwechsel oder Brustimplantat-Revision genannt, werden vorhandene Brustimplantate operativ entfernt und durch neue Implantate ersetzt. Dabei kann nicht nur das Implantat selbst ausgetauscht, sondern zugleich die Implantattasche korrigiert, Narbengewebe behandelt oder die Brust zusätzlich gestrafft werden.

Ein Implantatwechsel ist nicht automatisch nach zehn Jahren erforderlich. Brustimplantate sind jedoch keine lebenslang haltbaren Medizinprodukte. Ob und wann ein Austausch sinnvoll wird, hängt vom Zustand der Implantate, der umgebenden Gewebekapsel, der Brustform und den persönlichen Wünschen der Patientin ab.

Was bedeutet der Austausch von Brustimplantaten?

Bei einer Brustvergrößerung werden Implantate in eine chirurgisch geschaffene Tasche eingesetzt. Diese kann sich beispielsweise unter der Brustdrüse, unter der Muskelfaszie, teilweise unter dem Brustmuskel oder vollständig unter dem Muskel befinden.

Im Laufe der Jahre können sich sowohl die Implantate als auch das natürliche Brustgewebe verändern. Gründe dafür sind unter anderem:

  • natürliche Alterungsprozesse
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Gewichtsschwankungen
  • Veränderungen der Hautelastizität
  • Absinken des Brustgewebes
  • Veränderungen der Implantattasche
  • Kapselfibrose
  • Implantatschädigung
  • veränderte ästhetische Wünsche

Beim Implantatwechsel wird deshalb immer die gesamte Situation betrachtet. Häufig reicht es nicht aus, lediglich ein altes Implantat herauszunehmen und ein neues Implantat einzusetzen.

Müssen Brustimplantate nach zehn Jahren gewechselt werden?

Die häufig genannte Regel, Brustimplantate müssten grundsätzlich nach zehn Jahren ausgetauscht werden, ist nicht korrekt.

Es gibt kein festes Ablaufdatum, nach dem jedes unauffällige Implantat automatisch entfernt werden muss. Moderne Implantate können deutlich länger als zehn Jahre im Körper verbleiben, sofern keine Beschwerden, auffälligen Befunde oder implantatbedingten Komplikationen bestehen.

Gleichzeitig sind Brustimplantate keine Produkte für die gesamte Lebenszeit. Mit zunehmendem Implantatalter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann eine Kontrolle, Korrektur, Entfernung oder ein Austausch notwendig wird. Regelmäßige ärztliche Untersuchungen bleiben daher wichtig.

Wann kann ein Implantatwechsel sinnvoll sein?

  1. Wunsch nach einer anderen Brustgröße

    Einer der häufigsten Gründe ist der Wunsch nach einer Veränderung des Brustvolumens.

    Möglich sind:

    • größere Implantate
    • kleinere Implantate
    • eine natürlichere Brustform
    • weniger Projektion
    • mehr Fülle im oberen Brustbereich
    • eine Anpassung an veränderte Körperproportionen

    Beim Wechsel auf deutlich kleinere Implantate muss geprüft werden, ob die vorhandene Haut ausreichend elastisch ist. Ist die Haut bereits stark gedehnt, kann zusätzlich eine Bruststraffung erforderlich sein.

  2. Veränderung der Brustform

    Mit der Zeit kann das natürliche Brustgewebe absinken, während das Implantat in seiner ursprünglichen Position verbleibt. Dadurch können ästhetisch störende Veränderungen entstehen.

    Mögliche Erscheinungsbilder sind:

    • abgesunkenes Brustgewebe über dem Implantat
    • tief stehende Implantate
    • seitlich verrutschte Implantate
    • eine unnatürlich breite Brustform
    • sichtbare Implantatränder
    • Asymmetrien
    • sogenannter Double-Bubble-Effekt
    • Bottoming-out

    Bei einer Revision kann die Implantattasche verkleinert, verstärkt oder neu angelegt werden. Je nach Befund kann außerdem eine Bruststraffung erforderlich sein.

  3. Kapselfibrose

    Der Körper bildet um jedes Brustimplantat eine dünne Bindegewebshülle. Diese sogenannte Kapsel ist eine normale Reaktion des Körpers.

    Verdickt oder verhärtet sich die Kapsel, spricht man von einer Kapselfibrose beziehungsweise Kapselkontraktur. Die Brust kann dadurch fester, runder, verformt oder schmerzhaft werden.

    Die Baker-Klassifikation unterscheidet vier Schweregrade:

    • Baker I: Die Brust ist weich und sieht natürlich aus.
    • Baker II: Die Brust fühlt sich etwas fester an, sieht aber normal aus.
    • Baker III: Die Brust ist deutlich fest und sichtbar verändert.
    • Baker IV: Die Brust ist hart, verformt und häufig schmerzhaft.

    Insbesondere bei Baker III und IV kann eine operative Behandlung notwendig werden. Dabei kann das Implantat entfernt oder ausgetauscht und die verdickte Kapsel teilweise oder vollständig behandelt werden. Auch nach einer Korrekturoperation kann eine Kapselfibrose erneut auftreten.

  4. Implantatruptur

    Eine Ruptur bezeichnet eine Beschädigung der Implantathülle.

    Bei Kochsalzimplantaten entweicht die Flüssigkeit und wird vom Körper aufgenommen. Die Brust verliert meist relativ schnell an Volumen.

    Bei modernen Silikongelimplantaten bleibt das formstabile Gel häufig zunächst innerhalb der Implantatkapsel. Eine solche sogenannte stille Ruptur kann daher lange unbemerkt bleiben und erst im Ultraschall oder in einer Magnetresonanztomographie auffallen.

    Bei bestätigter Ruptur wird in der Regel eine operative Entfernung des beschädigten Implantats empfohlen. Anschließend kann ein neues Implantat eingesetzt werden, sofern die Patientin dies wünscht und die Gewebesituation es erlaubt.

  5. Implantatverschiebung oder Fehlposition

    Ein Brustimplantat kann sich innerhalb seiner Tasche verschieben. Mögliche Ursachen sind:

    • eine zu große Implantattasche
    • schwaches Bindegewebe
    • ein zu großes oder zu schweres Implantat
    • starke Belastung in der frühen Heilungsphase
    • wiederholte Schwangerschaften
    • altersbedingte Gewebeerschlaffung
    • frühere Operationen

    Je nach Richtung der Verschiebung kann das Implantat zu tief, zu hoch, zu weit außen oder zu nah an der Brustmitte liegen.

    Bei der Korrektur wird die Implantattasche angepasst. Dies kann durch innere Nähte, eine Taschenverkleinerung, einen Wechsel der Implantatlage oder in ausgewählten Fällen durch unterstützende Gewebematerialien erfolgen.

  6. Rippling und sichtbare Implantatränder

Als Rippling bezeichnet man sichtbare oder tastbare Falten des Implantats. Diese treten besonders häufig bei dünner Haut und wenig bedeckendem Brustgewebe auf.

  • Mögliche Behandlungsoptionen sind:
  • Wechsel auf ein anderes Implantat
  • Änderung der Implantatlage
  • Verwendung eines Implantats mit geeigneterem Gel
  • Eigenfettbehandlung zur zusätzlichen Gewebeabdeckung
  • Korrektur der Implantattasche

Welche Methode sinnvoll ist, hängt von der Hautdicke, dem vorhandenen Brustgewebe und der Position des Implantats ab.

7. Rotation eines anatomischen Implantats

Anatomische Implantate besitzen eine tropfenförmige Form. Dreht sich ein solches Implantat, kann sich die Brust sichtbar verformen.

Bei einer Revision kann das Implantat neu positioniert, die Tasche verkleinert oder auf ein rundes Implantat gewechselt werden.

8. Veränderungen nach Schwangerschaft oder Gewichtsabnahme

Schwangerschaft, Stillzeit und größere Gewichtsveränderungen können Haut und Brustgewebe deutlich verändern. Das Implantat selbst kann dabei intakt sein, während die natürliche Brust darüber absinkt.

In diesem Fall kann ein Implantatwechsel mit einer Bruststraffung kombiniert werden. Dabei wird überschüssige Haut entfernt, die Brustwarze angehoben und das Brustgewebe neu geformt.

9. Persönlicher Wunsch nach einem anderen Implantat

Auch ohne medizinische Komplikation kann eine Patientin einen Wechsel wünschen.

  • Mögliche Gründe sind:
  • Wunsch nach einer anderen Größe
  • Wechsel von anatomischen zu runden Implantaten
  • Wunsch nach einer weicheren oder festeren Brust
  • Wechsel zu einer anderen Projektion
  • verändertes Körpergefühl
  • Wunsch nach einer moderneren Implantatgeneration

Ein ästhetisch motivierter Wechsel sollte ebenso sorgfältig geplant werden wie eine medizinisch notwendige Revision.

Welche Möglichkeiten gibt es beim Implantatwechsel?

Einfacher Implantataustausch

Bei günstigen Voraussetzungen können die alten Implantate entfernt und neue Implantate in dieselbe Tasche eingesetzt werden.

Dies ist vor allem möglich, wenn:

  • keine ausgeprägte Kapselfibrose besteht
  • die Implantattasche stabil ist
  • die Brustform weiterhin harmonisch ist
  • keine größere Hauterschlaffung vorliegt
  • die neuen Implantate eine ähnliche Größe besitzen

Implantatwechsel mit Kapselkorrektur

Ist die Kapsel verdickt, verhärtet oder verformt, kann sie chirurgisch behandelt werden.

Unterschieden werden:

  • Kapsulotomie

Die vorhandene Kapsel wird eingeschnitten oder gelöst, um die Implantattasche zu erweitern oder Verhärtungen zu beseitigen.

Ein Teil der Kapsel wird entfernt.

  • Totale Kapsulektomie

Die gesamte technisch erreichbare Kapsel wird entfernt.

Welche Methode notwendig und sinnvoll ist, hängt vom Befund ab. Eine vollständige Kapselentfernung ist nicht bei jedem Implantatwechsel erforderlich und kann je nach Lage der Kapsel mit zusätzlichen Operationsrisiken verbunden sein.

Implantatwechsel mit Änderung der Implantatlage

Bei einer Revision kann die Implantatposition verändert werden, beispielsweise:

  • von über dem Brustmuskel unter den Brustmuskel
  • von subglandulär zu subfaszial
  • in eine Dual-Plane-Position
  • aus einer zu weiten Tasche in eine neu geformte Tasche

Ein Wechsel der Implantatlage kann unter anderem bei sichtbaren Implantaträndern, Rippling, Kapselfibrose oder einer instabilen Implantattasche erwogen werden.

Implantatwechsel mit Bruststraffung

Ist die Brusthaut erschlafft oder das natürliche Brustgewebe deutlich abgesunken, reicht ein Implantatwechsel allein häufig nicht aus.

Eine zusätzliche Bruststraffung kann:

  • überschüssige Haut entfernen
  • den Brustwarzenhof anheben
  • die Brust neu formen
  • Asymmetrien korrigieren
  • das Implantat besser in die Brustform integrieren

Je nach Ausmaß kommen eine periareoläre, vertikale oder ankerförmige Schnittführung infrage.

Implantatwechsel mit Eigenfett

Eigenfett kann ergänzend eingesetzt werden, um:

  • Implantatränder abzudecken
  • kleine Asymmetrien auszugleichen
  • das Dekolleté weicher zu gestalten
  • dünnes Gewebe zu verstärken
  • Übergänge natürlicher erscheinen zu lassen

Das Fett wird zunächst an einer geeigneten Körperregion abgesaugt, aufbereitet und anschließend gezielt in das Brustgewebe eingebracht.

Wechsel auf kleinere Implantate

Beim Wechsel auf deutlich kleinere Implantate entsteht häufig ein relativer Hautüberschuss.

Ob eine Straffung notwendig ist, hängt ab von:

  • Hautqualität
  • Größe der bisherigen Implantate
  • Dauer der Implantattragezeit
  • vorhandener Brustdrüse
  • Position der Brustwarze
  • Ausmaß der Gewebeerschlaffung

Bei sehr guter Hautelastizität kann sich die Brust teilweise zurückbilden. Dies lässt sich jedoch vor der Operation nicht immer exakt vorhersagen.

Wechsel auf größere Implantate

Größere Implantate benötigen ausreichend Platz und eine stabile Gewebeabdeckung.

Zu große Implantate können das Gewebe stärker belasten und langfristig das Risiko für:

  • Hautdehnung
  • Implantatabsenkung
  • sichtbare Implantatränder
  • Rippling
  • erneute Korrekturoperationen

erhöhen.

Die Auswahl sollte deshalb nicht ausschließlich nach dem gewünschten Volumen erfolgen, sondern anhand der Brustbasis, Hautqualität und Gewebestärke.

Wie läuft der Austausch von Brustimplantaten ab?

Beratung und Untersuchung

Vor der Operation werden unter anderem beurteilt:

  • bisherige Implantatgröße und Implantatform
  • Implantathersteller, sofern bekannt
  • Implantatlage
  • Brustform
  • Hautqualität
  • Position der Brustwarzen
  • mögliche Kapselfibrose
  • Asymmetrien
  • Zustand der Implantattasche
  • vorhandene Narben
  • gewünschtes Ergebnis

Frühere Implantatpässe und Operationsberichte können für die Planung hilfreich sein.

Bildgebende Untersuchung

Bei Verdacht auf eine Implantatschädigung können Ultraschall oder MRT eingesetzt werden.

Die FDA empfiehlt für asymptomatische Silikongelimplantate eine erste Ultraschall- oder MRT-Kontrolle fünf bis sechs Jahre nach dem Einsetzen und anschließend weitere Untersuchungen im Abstand von zwei bis drei Jahren. Diese US-Empfehlung ersetzt keine individuelle ärztliche Beurteilung und kann sich von nationalen Nachsorgeempfehlungen unterscheiden.

Operation

Der Implantatwechsel erfolgt meist in Vollnarkose.

Nach Möglichkeit wird die vorhandene Narbe genutzt. Der genaue Ablauf hängt vom Befund ab:

  • Öffnung des bisherigen Zugangs
  • Entfernung des alten Implantats
  • Untersuchung der Implantattasche
  • Behandlung der Kapsel, falls erforderlich
  • Korrektur oder Neuanlage der Implantattasche
  • Einsetzen des neuen Implantats
  • gegebenenfalls Bruststraffung oder Eigenfettbehandlung
  • sorgfältiger Wundverschluss

In ausgewählten Fällen werden Drainagen eingelegt.

Operationsdauer

Ein einfacher Implantatwechsel kann deutlich kürzer dauern als eine komplexe Revisionsoperation.

Die Operationszeit verlängert sich insbesondere bei:

  • ausgeprägter Kapselfibrose
  • Kapselentfernung
  • Implantatruptur
  • Wechsel der Implantatlage
  • Rekonstruktion der Implantattasche
  • gleichzeitiger Bruststraffung
  • ausgeprägten Asymmetrien

Heilungsverlauf nach dem Implantatwechsel

Nach dem Eingriff können vorübergehend auftreten:

  • Schwellungen
  • Blutergüsse
  • Spannungsgefühl
  • Druckempfindlichkeit
  • vorübergehende Sensibilitätsveränderungen
  • leichte Asymmetrien durch unterschiedlich starke Schwellung

Meist wird für mehrere Wochen ein spezieller Stütz-BH getragen. Je nach Operation können zusätzliche Brustgurte oder andere Kompressionshilfen empfohlen werden.

Sport, schweres Heben und starke Belastungen des Oberkörpers sollten erst nach ärztlicher Freigabe wieder aufgenommen werden.

Bei einer reinen Implantatrevision kann die Erholung schneller verlaufen als bei einer kombinierten Bruststraffung oder umfangreichen Kapseloperation.

Welche Risiken bestehen?

Ein Implantatwechsel ist eine erneute Brustoperation und besitzt grundsätzlich ähnliche Risiken wie eine erstmalige Brustvergrößerung.

Mögliche Komplikationen sind:

  • Nachblutung
  • Hämatom
  • Infektion
  • Wundheilungsstörung
  • auffällige Narben
  • Serom
  • Sensibilitätsveränderungen
  • Asymmetrie
  • Implantatfehlposition
  • erneute Kapselfibrose
  • Rippling
  • Implantatruptur
  • Notwendigkeit einer weiteren Korrekturoperation

Eine bestehende Kapselfibrose kann auch nach einem Implantatwechsel erneut auftreten. Die individuelle Risikobewertung erfolgt im persönlichen ärztlichen Beratungsgespräch.

Kann man die Implantate entfernen, ohne neue einzusetzen?

Ja. Neben dem Implantatwechsel ist auch eine vollständige Explantation ohne neue Implantate möglich.

Das spätere Erscheinungsbild hängt unter anderem ab von:

  • ursprünglicher Brustgröße
  • Größe der entfernten Implantate
  • Hautelastizität
  • Dauer der Implantattragezeit
  • Alter
  • Schwangerschaften
  • Gewichtsschwankungen
  • vorhandener Brustdrüse

Nach der Entfernung kann die Brust leer, erschlafft oder abgeflacht wirken. Deshalb wird eine Explantation häufig mit einer Bruststraffung oder in ausgewählten Fällen mit einer Eigenfettbehandlung kombiniert.

Häufige Fragen zum Implantatwechsel

Muss beim Wechsel immer die gesamte Kapsel entfernt werden?

Nein. Eine vollständige Kapselentfernung ist nicht automatisch bei jedem Implantatwechsel notwendig.

Die Entscheidung hängt unter anderem von einer möglichen Kapselfibrose, Implantatruptur, Kapselverdickung, Verkalkung, Entzündung und dem Operationsziel ab.

Kann man beim Implantatwechsel eine andere Marke wählen?

Grundsätzlich kann auf Implantate eines anderen Herstellers gewechselt werden. Entscheidend sind nicht allein die Marke, sondern auch Form, Größe, Breite, Projektion, Oberfläche und Gelkonsistenz.

Können größere Implantate in dieselbe Tasche eingesetzt werden?

Bei einem moderaten Größenwechsel ist dies teilweise möglich. Bei deutlich größeren Implantaten muss die Tasche häufig erweitert oder neu geplant werden.

Ist eine Straffung beim Implantatwechsel immer notwendig?

Nein. Eine Straffung ist nur erforderlich, wenn ein relevanter Hautüberschuss, abgesunkenes Brustgewebe oder eine ungünstige Position der Brustwarzen besteht.

Kann eine Kapselfibrose nach dem Wechsel erneut entstehen?

Ja. Auch nach einem Implantatwechsel und einer Kapselkorrektur kann sich erneut eine Kapselfibrose entwickeln. Ein vollständiger Ausschluss ist nicht möglich.

Werden die alten Narben wiederverwendet?

Meist versucht der Chirurg, über die bereits vorhandene Narbe zu operieren. Bei einer zusätzlichen Straffung können jedoch weitere Narben erforderlich sein.

Ist ein Implantatwechsel schmerzhafter als die erste Brustvergrößerung?

Das hängt vom Umfang der Revision ab. Ein einfacher Austausch in derselben Implantattasche kann vergleichsweise gut verträglich sein. Eine Kapselentfernung, Taschenkorrektur oder Änderung der Implantatlage kann mit stärkeren Beschwerden und einer längeren Heilungsphase verbunden sein.

Kann das Ergebnis exakt vorhergesagt werden?

Das Ergebnis lässt sich sorgfältig planen, aber nicht millimetergenau garantieren. Voroperationen, Narbengewebe, Hautqualität und bestehende Veränderungen beeinflussen die Möglichkeiten stärker als bei einer erstmaligen Brustvergrößerung.

  • Brustimplantate
  • Implantatentfernung
  • Kapselfibrose
  • Implantatruptur
  • Bruststraffung
  • Augmentationsmastopexie
  • Implantatlage
  • Dual Plane
  • Rippling
  • Bottoming-out
  • Double Bubble
  • Eigenfettbehandlung

Quellen

  • U.S. Food and Drug Administration: Things to Consider Before Getting Breast Implants.
  • U.S. Food and Drug Administration: Risks and Complications of Breast Implants.
  • American Society of Plastic Surgeons: Breast Implant Revision.
  • Denney BD et al.: Revision Breast Augmentation. Seminars in Plastic Surgery, 2021.
  • Boyd CJ et al.: Systematic Review of Capsular Contracture Management. Aesthetic Surgery Journal, 2024.
  • Wan D, Rohrich RJ: Revisiting the Management of Capsular Contracture in Breast Augmentation. Plastic and Reconstructive Surgery, 2016.