Eigenfett zur Povergrößerung (Brazilian Butt Lift)

Eine Povergrößerung kann durch einen Transfer von Eigenfett durchgeführt werden. Der Eigenfett-Transfer hat im Vergleich zu Implantaten den Vorteil, dass körpereigenes Material verwendet wird. Erfahren Sie hier mehr über die Povergrößerung mit Eigenfett (auch Brazilian Butt Lift genannt).

Ablauf einer Po-Vergrößerung mit Eigenfett

Ein Brazilian Butt Lift ist eine Povergrößerung mit körpereigenem Fett. Das Eigenfett wird im Rahmen einer Liposuktion (Fettabsaugung) gewonnen, aufbereitet und dann zur Vergrößerung des Gesäßes verwendet. Die Fettabsaugung kann zugleich eingesetzt werden, um den Effekt der Povergrößerung zu optimieren. Das bedeutet, dass beispielsweise unterhalb des Hintern, am Oberschenkel oder im Taillenbereich Fett abgesaugt werden kann. Dadurch wirkt der Po zusätzlich größer. Nach der Injektion des Eigenfetts im Bereich des Hinterns, wachsen die Fettstammzellen an. Da nicht alle Zellen dauerhaft anwachsen, kann das finale Ergebnis erst einige Monate nach einem Brazilian Butt Lift beurteilt werden.

Für wen eignet sich ein Brazilian Butt Lift (Povergrößerung) mit Eigenfett?

Eine Povergrößerung mit Eigenfett eignet sich immer dann, wenn keine Silikonimplantate gewünscht sind. Im Vergleich zu einer Po-Vergrößerung mit Implantaten entstehen weniger Narben. Zudem kommt es nicht zur Abstoßungsreaktionen oder Allergien, da körpereigenes Fett verwendet wird. Allerdings ist das Gesäß starken Belastungen ausgesetzt. Beim Sitzen lastet ein Großteil des Körpergewichts darauf. Deshalb ist die Gefahr für Komplikationen höher, als bei der Anwendung von Eigenfett an anderen Körperstellen. Aus diesem Grund sind beim Brazilian Butt Lift die genaue Planung des Eingriffs und die exakte Evalution des Ist-Zustandes beim Patienten besonders essenziell.1

Risiken und mögliche Komplikationen2,3 bei einer Povergrößerung mit Eigenfett liegen beim Absterben der implantierten Fettzellen (und dadurch zu weniger Volumenaufbau als geplant), Ansammlung von Wundflüssigkeit (Serom) oder Wundinfektionen. Sehr selten kann es auch zu schwerwiegenderen Komplikationen kommen, zum Beispiel einer Fettembolie. Insgesamt treten Studien zufolge nur halb so oft Komplikationen auf, wie bei der Povergrößerung mit Silikonimplantaten.3

Quellen

  1. Ghavami A, Villanueva NL. Gluteal Augmentation and Contouring with Autologous Fat Transfer: Part I. Clin Plast Surg. 2018 Apr;45(2):249-259.
  2. Chopan M, et al. Autogenous Fat Grafting to the Breast and Gluteal Regions: Safety Profile Including Risks and Complications. Plast Reconstr Surg. 2019 Jun;143(6):1625-1632.
  3. Sinno S, et al. Determining the Safety and Efficacy of Gluteal Augmentation: A Systematic Review of Outcomes and Complications. Plast Reconstr Surg. 2016 Apr;137(4):1151-1156.

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