Ambulante Schönheitsoperationen

Ambulante Schönheitsoperationen werden durchgeführt, ohne dass Patientinnen oder Patienten über Nacht in der Klinik bleiben müssen. Morgens einchecken, operiert werden und nach einigen Stunden Erholungszeit wieder gehen – alles findet am gleichen Tag statt. Das hat verschiedene Vorteile. Eine ambulante Behandlung ist jedoch nicht bei allen Schönheitsoperationen möglich.

Stationäre und ambulante Schönheitsoperation: Vorteile und Nachteile

Im Gegensatz zu ambulanten Schönheitsoperationen steht die stationäre Behandlung. Bei einer stationär durchgeführten Schönheitsoperation bleiben Patientinnen oder Patienten anschließend für mindestens eine Nacht in der Beauty-Klinik. Dadurch ist eine längere Beobachtung möglich, was nach einer Vollnarkose oder schwereren Operationen wichtig sein kann. Der längere Aufenthalt kann auch dazu dienen, die ersten Nachsorgeuntersuchungen und Wundkontrollen direkt in der Klinik durchzuführen. Ein venöser Zugang bleibt bestehen, über den bei Bedarf Schmerzmittel oder andere Medikamente verabreicht werden können. Auch wenn Begleiterkrankungen oder starkes Übergewicht vorliegt, entscheiden sich Plastische Chirurgen oft sicherheitshalber für eine längere Beobachtungszeit bis zur Entlassung.

Ambulante Schönheitsoperationen haben jedoch einige Vorteile: Sie sind mit geringeren Kosten verbunden, da eine kürzere Klinikbetreuung nötig ist. Außerdem sorgen sie für eine bessere Erholung nach der Operation. Denn selbst in sehr guten Kliniken sind Patientinnen und Patienten nie so entspannt und haben nie so viel Privatsphäre, wie Zuhause.

Welche Schönheitsoperationen kann man ambulant durchführen?

Schönheitsoperationen können ambulant durchgeführt werden, wenn sie mit geringen Risiken verbunden ist. Oft zählen dazu Eingriffe, die minimalinvasiv (zum Beispiel mittels Endoskop) oder unter Lokalanästhesie durchgeführt werden. Aber selbst bei länger andauernden Gesichts-Operationen in Vollnarkose zeigte eine systematische Vergleichsstudie, dass die Risiken bei einer ambulanten Schönheitsoperation nicht höher waren, als bei stationärem Aufenthalt.1 Amerikanische Forscher verglichen außerdem die Häufigkeit, mit der Patientinnen und Patienten wegen operationsbedingter Probleme später erneut in die Klinik mussten. Das Ergebnis: Nach ambulanten Schönheitsoperationen waren Komplikationen generell selten und nicht häufiger, als nach stationärer Behandlung.2 Auch eine weitere US-Forschergruppe kam nach der Beurteilung von über 26.000 Operationsergebnissen zu dem Schluss, dass ambulante Schönheitsoperationen sehr sicher sind.3

Ambulante Schönheitsoperation im Ausland

Menschen entscheiden sich oft aus Kostengründen für eine Schönheitsoperation im Ausland. Hierbei haben ambulante Operationen den Vorteil, dass sie kostengünstiger angeboten werden, als stationäre Schönheitsoperationen. Allerdings entfällt im Ausland der Aspekt, dass Patientinnen und Patienten bei ambulanten Schönheitsoperationen direkt wieder in das gewohnte Zuhause dürfen. Doch auch im Hotel fühlen sich viele Menschen wohler, da sie dort mehr Privatsphäre und Selbstbestimmtheit haben. Im Zweifelsfall werden solche Entscheidungen mit dem Plastischen Chirurg individuell besprochen.

Quellen

  1. Loyo M, et al. Assessment of Duration of Facial Plastic Ambulatory Surgery and Risk of Complications. A Systematic Review. JAMA Facial Plast Surg. 2019 Mar-Apr; 21(2): 167–168.
  2. Mioton LM, et al. Predictors of readmission after outpatient plastic surgery. Plast Reconstr Surg. 2014 Jan;133(1):173-80.
  3. Rohrich RJ, et al. An Update on the Safety and Efficacy of Outpatient Plastic Surgery: A Review of 26,032 Consecutive Cases. Plast Reconstr Surg. 2018 Apr;141(4):902-908.
Menü