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Nabelhernie

Ein Nabelbruch (medizinisch Nabelhernie genannt) ist ein Bruch in der Bauchdecke, in der Nähe des Bauchnabels. Dadurch kann es zur Ausstülpung von Gewebe aus der Bruchpforte kommen. Operiert werden muss eine Nabelhernie immer dann, wenn Organe ausgetreten sind oder in Zukunft austreten könnten.

Was ist eine Nabelhernie (Nabelbruch)?

Eine Nabelhernie ist eine Hernie (Bruch). Das bedeutet, es handelt sich um eine Gewebeschwächung, die eine Lücke in der Bauchwand verursacht. Die European Hernia Society, ein Zusammenschluss von Medizinern, deren Schwerpunkt Bauchwandbrüche sind, definiert einen Nabelbruch folgendermaßen1: Eine Nabelhernie liegt vor, wenn ein Bruch der Bauchwand am Nabel oder in einem Bereich von drei Zentimetern über oder unter dem Bauchnabel liegt.

Oft verursacht ein Nabelbruch keine Schmerzen oder andere Symptome. Man erkennt ihn als Vorwölbung im Bereich des Nabels. Treten jedoch größere Mengen Gewebe oder Organteile (beispielsweise Schlingen des Darms) durch die Narbelhernie nach außen, können Symptome wie Schmerzen, Berührungsempfindlichkeit und Unwohlsein auftreten. In diesem Fall kann eine Nabelhernie auch gefährlich werden, denn ausgetretene Darmschlingen liegen ungeschützt und können verletzt oder abgeklemmt werden. Deshalb ist in solchen Fällen eine sofortige Notoperation erforderlich.

Nabelhernien sind bei Säuglingen und schwangeren Frauen häufig und bilden sich bei ihnen oft von selbst wieder zurück. Es sind jedoch auch bis zu 2 %1 der gesamten erwachsenen Bevölkerung davon betroffen.

Ursachen für einen Nabelbruch

Generell ist der Auslöser einer Nabelhernie oft ein erhöhter Druck im Bauch. Dieser entsteht bei einer Schwangerschaft, aber auch bei starkem Übergewicht (Adipositas), bei einer Flüssigkeitsansammlung im Bauch (Aszites) oder chronisch stark aufgeblähtem Bauch (beispielsweise durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, verlangsamte Darmpassage oder gestörte Darmflora). Durch den erhöhten Druck können die Bauchmuskeln auseinanderweichen. Dadurch kommt zu einer Schwächung in der Mitte der Bauchdecke. Eine Hernie kann fast überall entlang der Mittellinie der Bauchdecke auftreten. Oft trifft sie allerdings den Nabel, da hier durch die Nabelschnur von Geburt an eine natürliche Schwachstelle vorliegt. Zusätzlich kann auch starke körperliche Belastung den Druck im Bauchinneren erhöhen. Eine Bindegewebsschwäche kann zusätzlich zur Entstehung einer Nabelhernie beitragen. Auch bestimmte Krankheiten können beim Auftreten einer Nabelhernie eine Rolle spielen. Besonders häufig leiden Menschen mit Leberzirrhose unter Nabelbrüchen (bis zu 20 % der PatientInnen).

Behandlung einer Nabelhernie

Bei kleinen Nabelbrüchen ohne Schmerzen ist es möglich, zunächst nur zu beobachten und nicht zu operieren. Allerdings geht ein Nabelbruch bei Erwachsenen in der Regel nicht von selbst zurück und birgt das Risiko, dass Organe austreten und es zu schweren Komplikationen kommt. Deshalb empfehlen Experten bei jeder Nabelhernien möglichst eine Reparatur (operative Abdeckung oder Schließung) der Schwachstelle in der Bauchwand durchzuführen.2 Eine sofortige Nabelbruch-Operation ist immer nötig, wenn Schmerzen auftreten oder bereits Organverlagerungen stattgefunden haben.

Es gibt zwei Operationsarten, die je nach Ausprägung und Größe des Nabelbruchs eingesetzt werden: Ein Verschluss des Nabelbruchs mit speziellen Nahttechniken wird bei kleineren Nabelhernien eingesetzt. Der Einsatz eines Netzes wird häufig bevorzugt und ist das Mittel der Wahl, wenn es sich um größere Hernien handelt oder bereits viel Gewebe oder Organe aus der Bruchpforte ausgetreten sind.3 Die Operation bei einer kleinen, einfachen Nabelhernie kann oft minimal-invasiv, endoskopisch durchgeführt werden (geschlossene Nabelbruchoperation). Eine offene Operation der Narbelhernie ist sinnvoll, wenn es sich um eine kompliziertere oder größere Nabelhernie handelt.

Quellen

  1. Coste AH, et al. Umbilical Hernia. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2021 Jan.
  2. Henriksen NA, et al. European and Americas Hernia Societies (EHS and AHS). Guidelines for treatment of umbilical and epigastric hernias from the European Hernia Society and Americas Hernia Society. Br J Surg. 2020 Feb;107(3):171-190.
  3. Appleby PW, et al. Umbilical Hernia Repair: Overview of Approaches and Review of Literature. Surg Clin North Am. 2018 Jun;98(3):561-576.
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