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Magenbypass

Der Magenbypass ist ein chirurgischer Eingriff, der in der ästhetischen Chirurgie zur Behandlung von starkem Übergewicht eingesetzt wird. Es handelt sich um eine dauerhafte Veränderung des Verdauungstrakts, um die Nahrungsaufnahme zu begrenzen und einen effektiven Gewichtsverlust zu erreichen.

Was ist Magenbypass?

Beim Magenbypass erfolgt die Operation in der Regel nach der sogenannten „Roux-en-Y“ Operationsmethode. Dabei wird der Magen geteilt. Der obere Abschnitt des Magens wird zu einer Tasche geformt und direkt mit dem Dünndarm verbunden, wobei der erste Teil des Dünndarms umgangen und das Magenvolumen deutlich verkleinert wird. Seltener eingesetzt wird der Mini-Magenbypass (Minibypass, Omega-Loop-Bypass)[1].
Die Operation kann offen, also mit einem größeren Einschnitt, durchgeführt werden. Meist nutzen Chirurgen aber einen minimal-invasiven, laparoskopischen Zugang (Schlüsselloch-Methode).

So funktioniert der Roux-en-Y-Magenbypass

Der Magenbypass wirkt auf zwei Arten, um den Gewichtsverlust zu fördern. Erstens wird der Magen deutlich verkleinert, wodurch die Menge an Nahrung begrenzt wird, die der Patient aufnehmen kann. Dies führt zu einem schnelleren Einsetzen des Sättigungsgefühls und einer Reduzierung der Nahrungsaufnahme.

Zweitens wird die Dünndarmpassage verkürzt. Es wird also ein Teil des Verdauungstrakts umgangen, was zu einer verminderten Aufnahme von Nährstoffen und Kalorien führt. Dies trägt zusätzlich zur Gewichtsabnahme bei, ist aber auch mit Risiken verbunden.

Vorteile und Risiken beim Magenbypass

Im Vergleich zu anderen Methoden der Magenverkleinerung hat der Magenbypass sowohl Vorteile als auch Nachteile, die bei der Entscheidungsfindung genau mit den behandelnden Ärzten und dem Operateur besprochen werden.

Vorteile des Magenbypass

  • Schnelle und große Gewichtsabnahme möglich (in der Regel 60 bis 70 % in den ersten beiden Jahren)
  • Durch schnellen Gewichtsverlust gute Linderung gewichtsbedingter Gesundheitsprobleme wie Bluthochdruck und Schlafapnoe
  • Gut geeignet für Patienten mit Diabetes[2;3]
  • Kein Einsatz eines Fremdkörpers wie beim Magenballon oder Magenband
  • Minimal-invasive Operationsmethode

Risiken beim Magenbypass

  • Dauerhafte Veränderung des Magen-Darm-Trakts
  • Wie jede operative Magenverkleinerung mit Risiken und möglichen Komplikationen verbunden (z. B. Infektionen)
  • Dumpingsyndrom, also eine Sturzentleerung des Magens, durch Entfernung des Magenpförtners (Pylorus) möglich
  • Mangelerscheinungen durch ungenügende Aufnahme von Nährstoffen, Mineralstoffen und Vitaminen aus der Nahrung möglich

Quellen

1. Wang FG, Yan WM, Yan M, Song MM. Outcomes of Mini vs Roux-en-Y gastric bypass: A meta-analysis and systematic review. Int J Surg. 2018 Aug;56:7-14. doi: 10.1016/j.ijsu.2018.05.009. Epub 2018 May 16. PMID: 29753952.
2. Rubino F, Gagner M. Potential of surgery for curing type 2 diabetes mellitus. Ann Surg. 2002 Nov;236(5):554-9. doi: 10.1097/00000658-200211000-00003. PMID: 12409659; PMCID: PMC1422611.
3. Cho YS, Park JH, Kim J, Kim SH, Kang MK, Huh YJ, Suh YS, Kong SH, Park DJ, Yang HK, Park M, Cho YM, Lee HJ. Clinical Outcomes of Resectional Roux-en-Y Gastric Bypass, Compared to Sleeve Gastrectomy for Severe Obesity. Obes Surg. 2023 May;33(5):1338-1346. doi: 10.1007/s11695-023-06544-z. Epub 2023 Mar 20. PMID: 36940018.

Warum sie über diese Behandlung nachdenken sollten…

Der Magenbypass ist eine bewährte chirurgische Methode zur nachhaltigen Gewichtsreduktion. Dabei wird der Magen verkleinert und der Dünndarm neu angeordnet. Dies fördert ein schnelles Sättigungsgefühl und verringert die Nahrungsaufnahme. Eine erfolgversprechende Lösung für langfristige Gewichtsabnahme und verbesserte Gesundheit. Buchen Sie jetzt, um Ihren Weg zu einem aktiveren, gesünderen Leben zu starten!