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Waterfall-Deformity

Die Waterfall-Deformity tritt häufig dann auf, wenn nach eine Brustvergrößerung oder Bruststraffung mit Brustimplantaten das Gewebe erschlafft und dadurch nach unten abrutscht. Es kann jedoch auch andere Ursachen geben, nach denen sich die jeweiligen Möglichkeiten der Behandlung oder Korrektur einer Waterfall Deformity richten.

Was ist eine Waterfall Deformity?

Eine Waterfall Deformity (auch Waterfall-Deformation oder Wasserfall-Deformation genannt) kann bei Frauen auftreten, die eine Brustvergrößerung mit Implantaten vornehmen ließen. Diese Komplikation kann auch nach einer Bruststraffung[1] auftreten, wenn diese mit dem Einsatz von Implantaten durchgeführt wurde.

Hierbei kann es dazu kommen, dass das natürliche, über dem Implantat liegende Brustgewebe nach unten sinkt, was verschiedene Ursachen haben kann.

Wie sieht eine Waterfall Deformity aus?

Bei einer Waterfall Deformität rutscht die Brust nach unten ab, während das Brustimplantat an Ort und Stelle bleibt. Dadurch liegt das Hauptvolumen der Brust unterhalb des Implantates, was im Profil zu einem stufenartigen oder dem namensgebenden Wasserfall-Aussehen führen kann. Es bilden sich im Extremfall zwei Auswölbungen (Doppelbrust), eine durch das Implantat und darunter eine zweite durch die Brust.

Meist zeigt die Brustwarze bei der Waterfall-Deformity zunehmend nach unten. Darum spricht man bei dieser Brustform manchmal auch von einer Snoopy-Brust, da die nach unten zeigenden Brust der Nase des Comichundes Snoopy ähneln soll.

Ursachen und Prävention einer Waterfall Deformity

Eine Waterfall-Deformity entsteht in der Regel nur dann, wenn das Implantat unter dem Brustmuskel liegt (submuskuläre Lage). Sinkt die Brust nach unten ab, wird das Implantat durch den Brustmuskel gehalten und verbleibt an der ursprünglichen Position. Bei großen oder bereits erschlafften Brüsten empfiehlt es sich daher, bei der OP-Planung ein mögliches Absinken der Brust zu verhindern, beispielsweise durch eine Kombination von Bruststraffung und Brustvergrößerung, durch Platzierung der Brustimplantate über dem Brustmuskel oder durch spezielle Operationstechniken zum Abstützen der Brust (siehe hierzu auch Innerer BH).

Oft spielen bei der Entstehung einer Waterfall-Deformity mehrere Ursachen zusammen.

Übersicht über mögliche Ursachen einer Waterfall-Deformity:[2]

  • Altersbedingte Erschlaffung von Brustgewebe und Haut, was zum Absinken der natürlichen Brust führt.
  • Platzierung der Implantate unter dem Brustmuskel, wodurch das Implantat nicht zusammen mit der Brust nach unten absinken kann, sondern an Ort und Stelle verbleibt.
  • Einsatz von Implantaten in eine bereits hängende oder schlaffe Brust, ohne Maßnahmen der Straffung und Stützung (beispielsweise innerer BH).
  • Operationsfehler können manchmal eine Waterfall Deformity auslösen, beispielsweise wenn das Implantat falsch positioniert wurde, ein Brustimplantat mit unpassender Form / Größe gewählt wurde oder wenn das Implantat zu wenig Platz hat und nach oben gedrückt wird.

Korrektur der Waterfall Deformity

Liegt nach dem vollständigen Abheilen einer Brustvergrößerung oder einer Bruststraffung mit Einsatz von Implantaten eine Waterfall-Deformity  vor, ist oft nur eine chirurgische Korrektur möglich. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die immer eine individuelle Planung erfordern. Dabei spielen die genaue Lage  und Größe der Brust und der Implantate, der Zustand von Brustgewebe und Brusthaut sowie verschiedene weitere anatomische Faktoren eine Rolle.

Möglichkeiten zur chirurgischen Korrektur einer Waterfall-Deformity:

  • Versetzen der Implantate: In manchen Fällen können die Implantate nach unten verlagert werden, sodass sie wieder in der passenden Lage sitzen.
  • Austausch der Brustimplantate: Wurde ein falsches Implantat (bezüglich Volumen, Durchmesser, Profil) gewählt, kann ein Austausch mit Neuplatzierung des Implantats sinnvoll sein.
  • Bruststraffung: In vielen Fällen kann das Implantat dort bleiben, wo es in der ersten Operation eingesetzt wurde. Dafür wird die abgesunkene Brust mit Hilfe von Methoden der Bruststraffung angehoben, sodass sie wieder an der passenden Stelle auf dem Brustimplantat sitzt. Dabei muss meist auch die Brustwarze nach oben versetzt werden.
  • Innerer BH: Der Innere BH (auch Inner Bra genannt) ist eine Methode, mit der die Brust nach der Neuformung durch Eigengewebe dauerhaft angehoben und abgestützt werden kann.[3]
  • Vermeidung vorangegangener Operationsfehler: Vor jeder Korrektur einer Waterfall-Deformity sollte eine genaue Analyse der Ursachen und eine umfassende Operationsplanung vorgenommen werden, um ein erneutes Absinken der Brust zu verhindern.

Quellen

  1. Layt CWL. Augmentation Mastopexy: Planning and Performance for Predictability: Management of Complications. Clin Plast Surg. 2021 Jan;48(1):45-57.
  2. Médard de Chardon V, et al. Double breast contour in primary aesthetic breast augmentation: incidence, prevention and treatment. Ann Plast Surg. 2010 Apr;64(4):390-6.
  3. Ors S. Autoaugmentation Mastopexy Modification Prevents Bottoming-Out Deformity and Areola Distortion: A Preliminary Report. Aesthetic Plast Surg. 2016 Aug;40(4):497-506.
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