Krähenfüße

Krähenfüße nennt man tiefere Mimikfalten, die am äußeren Winkel des Auges sichtbar sind und strahlenförmig nach außen laufen. Erfahren Sie hier mehr über die Entstehung, die Ursachen und die Behandlung von Lachfalten und Krähenfüßen.

Was sind Krähenfüße?

Augenfalten entstehen früher oder später bei jedem Menschen. Mit zunehmendem Alter steigen die Anzahl und die Tiefe der Falten, da die Elastizität der Haut nachlässt. Dabei lassen sich verschiedene Arten von Falten unterscheiden. Die Krähenfüße gehören zu den sogenannten Mimikfalten. Sie entstehen durch die Bewegung der Gesichtsmuskulatur. Im Falle der Krähenfüße ist die verursachende Bewegung unter anderem das Lachen. Dabei schieben sich die Wangenmuskeln nach oben und die Ringmuskulatur um das Auge herum zieht sich zusammen. Dadurch bilden sich feine Falten um den äußeren Augenwinkel herum. Vertiefen sich diese Lachfalten zu bleibenden Falten, die auch in Ruhe zu sehen sind, werden diese auf Grund ihrer Form Krähenfüße genannt.

Behandlung von Krähenfüßen und Augenfalten

Krähenfüße und andere Arten von Augenfalten sind typische Folgen der Hautalterung. Die Haut um das Auge herum ist besonders dünn und besitzt weniger Talgdrüsen. Dadurch nimmt die Hautelastizität in diesem Bereich besonders schnell ab. Mimikfalten können sich leichter einprägen und sind dann irgendwann auch bei entspannter Gesichtsmuskulatur sichtbar. Zu den Ursachen zählt jedoch auch die genetische Veranlagung, die Ausprägung der Mimik und der Einfluss von UV-Strahlung.

Zur Behandlung der Krähenfüße gibt es verschiedene Methoden, deren Eignung der behandelnde Arzt je nach Ausgangssituation und Faltentiefe einschätzt:

  • Botulinumtoxin (bekannt auch unter dem Handelsnamen Botox) blockiert bestimmte Neurotransmitter und hemmt dadurch die Kontraktion der Muskeln. Dadurch lassen sich Mimikfalten gut abmildern, weil die verursachende Bewegung wegfällt.1
  • Ein Facelift ist eine Möglichkeit, abgesunkene Haut, erschlafftes Unterhautgewebe und Falten auf chirurgischem Wege zu glätten. Dabei lassen sich unter anderem auch Krähenfüße und andere Augenfalten vermindern.
  • Das Fadenlifting ist ein minimal-invasiver Eingriff, bei dem Fäden unter der Haut für eine Straffung und Anregung der Kollagenbildung sorgen. Auf Mimikfalten wie die Krähenfüße hat ein Fadenlifting allerdings nur einen begrenzten Effekt.
  • Microneedling sorgt durch Mikro-Verletzungen der Haut für eine erhöhte Kollagenproduktion, was die Elastizität der Haut verbessern kann und Falten reduzieren kann.2 Ähnlich wirkt auch das medizinische Peeling, das die obere Hautschicht abträgt und regenerative Prozesse in der Haut anregt.3
  • Der Einsatz von Fillern, beispielsweise Hyaluronsäure, sorgt für mehr Volumen. So lassen sich Falten von innen her auffüllen und aufpolstern.

 

Quellen

  1. Gendler E, Nagler A. Aesthetic use of BoNT: Options and outcomes. Toxicon. 2015 Dec 1;107(Pt A):120-8.
  2. Wamsley CE, et al. Aesthet Surg J. A Single-Center Trial to Evaluate the Efficacy and Tolerability of Four Microneedling Treatments on Fine Lines and Wrinkles of Facial and Neck Skin in Subjects With Fitzpatrick Skin Types I-IV: An Objective Assessment Using Non-Invasive Devices and 0.33mm Microbiopsies. 2021 Feb 28;sjab052.
  3. Lee JC, et al. Mesotherapy, Microneedling, and Chemical Peels. Clin Plast Surg. 2016 Jul;43(3):583-95.

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